94. Internationale Freundschaftstreffen in Stockholm

 

Als wir eine geeignete Destination für unser Treffen im Mai suchten, fiel unsere Wahl auf Stockholm, nicht zuletzt aus den drei folgenden Gründen. In Schweden, einem unglaublich schönen, interessanten und sicheren Land, waren wir mit dem BCI noch nie. Zudem werden die Tage im Mai immer länger, und mit ein wenig Glück konnten wir auch gutes Wetter erwarten.

Allen, die nicht dabei waren, kann ich mit großer Freude mitteilen, dass sich all dies letztlich bewahrheitet hat. Man muss aber dazu sagen, dass es um eine Haaresbreite war, denn unmittelbar nach unserer Abfahrt wurde es kalt und eine Woche nach unserer Rückkehr nach Hause brachen in Stockholm Straßenkrawalle aus. Zum Glück hing nichts davon mit unserer mehrtägigen Anwesenheit in der schwedischen Metropole zusammen. Uns wurde viel Sonnenschein und Freude an gemütlichem Beisammensein und an vielen angenehmen Begegnungen zuteil. Versuchen wir nun, anhand des nachstehenden Berichts die einmalige Atmosphäre unseres Treffens nachzuzeichnen.

Unsere liebe Katharina Hemmer und Elin Rangbäck vom schwedischen Reisebüro vom schwedischen Reisebüro kontrollieren minutiös alle Details. Das Grand Hotel ist bereit für unseren Besuch und die ersten Mitglieder des BCI kommen an.

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Unsere ersten Schritte führen zur Insel Djurgården ins Marinemuseum Vasa, das bekannteste und meistbesuchte von allen 84 Stockholmer Museen. Der Anblick der Vasa ist in der Tat imponierend. Ihre Geschichte beginnt am 10. August 1628, als sie beim ersten Auslaufen aus dem Stockholmer Hafen sank. Nach 333 Jahren wurde ihr Wrack geborgen und sorgfältig restauriert. Es ist kaum zu glauben, dass dieses stolze Kriegsschiff, das mit 100 Statuen geschmückt ist, noch heute zu 98% aus Originalteilen besteht. Die Schweden haben ihm einen würdigen Tempel erbaut. Für das Schiff wurde ein neues Museumsgebäude maßgeschneidert, in welches die Vasa schließlich im Dezember 1988 gebracht wurde.


Wir waren noch voller Eindrücke als uns unweit des Museums die Besatzung der MS Blue Charm mit der traditionellen Einladung „Auf ein Bier“, das am Deck serviert wurde, begrüßte. Von dort das ganze Stockholm zu erblicken ist ein Erlebnis, das man nicht vergisst. Der wunsderschönen Fahrt auf ruhiger See unter blauem Himmel konnten wir wortwörtlich nicht satt werden, und so baten wir um deren Verlängerung.

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Ins Hotel kamen wir verspätet zurück, aber das war es wert!

Die Sonne begrüßte uns auch am zweiten Tag und so brachen wir auf, um die Stadt zu erkunden. Unser Führer Mario hat mit seiner fesselnden Art unser aller Interesse geweckt.

 

Die überaus angenehme Besichtigung der Stockholmer Altstadt wurde zweimal unterbrochen, allerdings zu unser aller Zufriedenheit. Der erste Halt galt dem Markt und war mit Verkostung örtlicher Spezialitäten verbunden. Das Bier kam schön gekühlt, mit Funken und flaumigem Schaum, aber in Weingläsern: Andere Länder, andere Sitten. Bei den Preisen übrigens kein Wunder.

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Auch von dem traditionellen schwedischen Kuchen (Zimtschnecken schwedisch heissen  Kanelbulla )  haben wir gekostet.

 

Ein weiterer Halt – die Kleinbrauerei Monks. Wir haben drei Biersorten gekostet, die in einigen Stockholmer Restaurants serviert werden. 

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Unsere strengen Komissare haben der Verkostung ihre ungeteilte Aufmerksamkeit geschenkt. Auf dem Bild: Emöke Rohner, Hans-Georg Gmahl und Adny Rothacker.

 

 

Das Barocktheater Ulriksdals Slottsteater aus dem 18. Jahrhundert befindet sich in Solna, einer Stockholmer Vorstadt. Für die Stockholmer haute volée bedeutete dies einst einen Tagesausflug mit der Kutsche; wir haben es mit dem Bus in einer knappen halben Stunde geschafft. Alles stand bereit für die feierliche Inthronisation.

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Zwei neue Mitglieder wurden feierlich inthronisiert: Frau Dr. Dagmar Steinmetz und Reinold Noz, beide aus Baden-Württemberg. Für langjährige Mitgliedschaft haben wir unseren treuesten Mitgliedern gedankt. Die goldene Ehrennadel wurde dem Notablen Paul Greineder (fünfundzwanzigjährige Mitgliedschaft) und dem Notablen Eugen Eberhard Bezner (zehnjährige Mitgliedschaft) übergeben. Mit seiner Anwesenheit hat und das älteste Mitglied des BCI beehrt, Notabler Werner Staude, der am 14. Februar 1970 in Dortmund inthronisiert wurde, also vor unglaublichen 43 Jahren. Werner Staude bekam neue Insignien mit dem Datum seiner Inthronisation überreicht. Der Landeskonsul von Niedersachsen Manfred Lindenberg bedankte sich.

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Von links: Paul Greineder, Stanislav Procházka, Dr.Dagmar Steinmetz, Werner Staude und Reinhold Noz

Den letzten Teil des Abends verbrachten wir in einer unweit gelegenen Gaststätte mit der Verkostung des Biers aus der Brauerei Monks. Der Braumeister Herr Daniel Olderius servierte uns höchstpersönlich und mit großer Hingabe seine Spezialitäten.

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In Stockholm läuft bis jetzt alles nach Plan. Der Frühling fängt erst an, die Stimmung ist ausgezeichnet. Und das Essen und Service? Hervorragend. Am Samstag traten die Notabeln anlässlich der 44. GV zusammen.

 

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Auch nach dem Ende der GV setzten die Gespräche fort...

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Und während die Notabeln berieten, brachen andere voller Erwartung zu einem Treffen mit der schwedischen Königin in ihrem Sitz, Schloss Drottningholm, auf. Es hatte sich aber ein kleiner Fehler eingeschlichen. Das Treffen war offenbar nicht richtig abgesprochen worden, und kam letztendlich nicht zustande. Schade. Das nächste Mal klappt es bestimmt.

Dafür war das Schiff Symfoni ausgezeichnet vorbereitet, so dass wir zu einer romantischen abendlichen Fahrt zur Insel Badholmen aufbrechen konnten.

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Zur Begrüßung gab es ein besonders schmackhaftes Bier und die Windstille verlieh dem milden Frühlingsabend einen einmaligen Zauber...

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Der Clou des Abends: örtliche Grillspezialitäten – das war echt toll! Da wir in Schweden waren, wurde bei Rückfahrt ins Hotel ABBA gespielt, sobald das Schiff wieder in See stach. Die Tanzfläche wurde bald voll. Und alle waren auf einmal wieder zwanzig – ein wahrer Traum!

Auf das nächste Treffen in Krakau am 26. September und auf euch alle freuen sich Monika und Stanislav.

 

 



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