93. Internationale Freundschaftstreffen in Valencia

Am Mittwoch, 26. September  um die Mittagszeit flogen einige Notable mit ihren Gästen von Zürich nach Valencia ab. Wir landeten planmässig und wurden von Luzia, Team Strasser,  und Monika, der Frau unseres Präsidenten am Flughafen freudig empfangen.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir  unser Hotel, „The Westin Valencia“, wo  Erfrischungen bereitstanden. Dort trank ich den besten Orangensaft, der mir je serviert wurde.  Valencia ist berühmt für die Orangenplantagen um die Stadt, die ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region sind und deren Früchte  wichtige Exportware darstellen.

Wir bezogen unsere Zimmer, und fanden wieder die schönen, mit Ort und Datum des Treffens versehenen Biergläser. Auch an dieser Stelle herzlichen Dank an den Notablen W. Geissler-Sahm und seiner Gattin für diese immer wiederkehrende Geste. Um 19 Uhr brachen wir zum Abendessen auf. Das Lokal „Coloniades“ war unser Ziel:  ehemalige Kolonialenwarenhandlung, mit viel Fantasie und Liebe zum Detail umgebaut, nur einige Tische zwischen Weinregalen und regionale Köstlichkeiten. Wir bekamen eine erste Kostprobe von der valenzianischen Küche und Rebensaft. Eine Spezialität nach der anderen wurde aufgetischt, und wir „tafelten“ nach guter spanischer Sitte stundenlang.

Am Donnerstag 27. September um 12 Uhr kam das Präsidium zusammen, und die Sitzung dauerte drei Stunden. War sie vorbei, konnten wir die Neuankömmlinge begrüssen. Insgesamt 45 Personen trafen sich um 17 Uhr „Auf ein Bier“ auf der Terrasse des Hotels, wo unser Präsident, Herr S. Prochazka einige Begrüssungsworte an die Teilnehmer richtete. Danach fuhren wir in die Stadt, die wir dann zu Fuss erkundeten. Wir besuchten die schöne gotische Kathedrale, spazierten im historischen, alten Teil der Innenstadt, vorbei an den gut erhaltenen Stadttoren und herrschaftlichen Stadtpalästen. 

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Jede der vier Gruppen machte einen Zwischenhalt und besuchte unterwegs eine kleine „taberna“, wo uns Getränke und kleine Happen gegen den „quälenden Hunger“ gereicht wurden. Dann ging es weiter, durch enge Gassen, die sich sauber und ordentlich  präsentierten. Im alten Stadtteil findet man Bauten verschiedenster Stielrichtungen  die die Herrschaft von Goten, Mauren, Römern und Spaniern widerspiegeln. Gegen 19 Uhr kamen wir im Restaurant „Sagardi“an, dessen Fleisch-Spezialitäten  landauf und landab berühmt sind. Das Lokal war bis auf den letzten Stuhl besetzt, vornehmlich von Einheimischen. Vorspeise und Teebone-Steak (auf einem riesigen Grill im Gastraum zubereitet) haben dafür gesorgt, dass einige von uns es vorzogen, den Heimweg zu Fuss zu bewältigen.

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Der Freitag, 28. September fing düster und nass an. Ein Glück, dass wir eine Busfahrt auf dem Programm hatten. Nach ausgiebigem Frühstück bestiegen wir unser Gefährt, das uns in das „moderne Valencia“,  die „Stadt der Wissenschaft und  Künste“, brachte. Besonders beeindruckend waren die Bauten von Calatrava, der Sohn dieser Stadt, die sehr dominant von seiner Kunst Zeugnis ablegen.  Die im Jugendstil erbaute Markthalle war unser nächstes Ziel, faszinierend, baulich wie auch inhaltlich.

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Spezialitäten des Landes, Delikatessen, Obst und Gemüse vom Schönsten, begeisterten Augen und Gaumen, denn wir durften Manches  auch verkosten. So eine Markthalle wünschte ich mir in meiner Nähe! Weiter ging die Fahrt zur Mikro-Brauerei Thyris. Der Inhaber, Herr Gonzalez Abia Diaz hiess uns persönlich willkommen und begleitete uns in kleinen Gruppen durch sein Reich. Hier werden sechs Sorten Bier gebraut, mit ganz einfachen Mitteln, nur für den hiesigen Markt, mit insgesamt fünf Mitarbeitern. Wir wurden zu einem leichten Mittagsmahl eingeladen mit Bier aus der Brauerei. Nach zwei Stunden und Dankesworten  verliessen wir unseren Gastgeber, um im Hotel uns auf die feierliche Inthronisation vorzubereiten.

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Nur einige Meter vom The Westlin Valencia befindet sich das „Palacio de la Exposition“. 0035_003_0035.jpg

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 Das prunkvolle Gebäude wurde 1909 für die Ausstellung erstellt und ist mit wunderbaren Wandbildern, farbigen Fenstern und breiten Treppenaufgängen ausgestattet -  wie gemacht für eine feierliche Inthronisation. Um 17.45 Uhr versammelten sich im „Salon Noble“  die Notablen und Gäste. Ein Quartett spielte klassische, spanische Musik, die Notablen wurden mit Namen aufgerufen und anschliessend eröffnete der Präsident mit seinen Begrüssungsworten die Zeremonie.  Die Festrede hielt Gonzalez Abia Diaz von der Thyris Brauerei.

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Wie bei jedem Freundschaftstreffen bildet die Inthronisation den Höhepunkt des Programms; diesmal fand sie im ,Salón Noble` des ,Palacio de la Exposicion` einem der Gebäude, die für die Ausstellung in Valencia im Jahr 1909 gebaut wurde statt.

Herr Feklist aus Hamburg wurde mit einem feierlichen Festakt als neuer Notabler inthronisiert. Unser Notabler Ehrenpräsident des Senats Herr Otto Ernst Prehm hielt die Laudatio.

Am Samstag ging es nach der Präsentation der Homepage mit dem Bus zu einer Bootsfahrt auf dem See des Albufeira.

Danach ging es zum Mittagessen in das Restaurant "DUNA" in dem uns die typische valencianische Paella aufgetischt wurde.

Das Quartett begleitete mit diversen Musikstücken die Inthronisation und mit den Schlussworten des Präsidenten endete die Zeremonie. Nach dem obligaten Gruppenphoto mit dem neuen Notablen durften alle den Aperitif geniessen, während im Festsaal die Vorbereitungen für das festliche Dinner liefen. Schön gedeckte Tische erwarteten uns und ein wunderbares Festmenu.

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Als wir spät am Abend den Nachhause-weg antreten wollten, kam die Überraschung: Sintflutartige Regenfälle verwandelten die Strasse in knöcheltiefe Seen und es blieb uns nichts anderes übrig als entweder zu warten oder barfuss den Weg anzutreten. Es gab viel zu lachen und nass, aber gutgelaunt  erreichten wir schliesslich das Hotel.

Am Samstag, 29. September, als wir aufwachten, begrüsste uns blauer Himmel und zarter Sonnenschein.  Zuerst die Arbeit und dann das Vergnügen - mit diesem Motto versammelten wir uns zur Präsentation des neuen Webauftritts durch Präsidiumsmitglied Andreas Rothacker. Na ja... die Arbeit hatte Andy , aber wer gut zuhörte, erfuhr wertvolle Tipps zur Nützung und zum Besuch der Internetseite des BCI. Und dann war es soweit. Die Panoramafahrt zum Hafen, wo „Alinghi“ seinen Sieg feierte, zur Formel -1 Rennstrecke und zum Schluss zum Albufera Naturschutzgebiet konnte beginnen. Wir verliessen die Stadt und fuhren durch Palmar bis zum See. Eine kleine Wiese am Ufer wurde unser Stützpunkt. Von da aus paddelten zwei Boote mit uns quer durch den See. Die Sonne schien, fliegende Fische und Frösche sprangen aus dem Wasser während unserer einstündigen Fahrt. Am „Stützpunkt“erfrischten wir uns mit einem köstlichen Bier, bevor wir dann die Weiterfahrt  in Richtung Restaurant „Duna“ antraten – ein Highlight nach dem anderen. Uns erwartete ein riesengrosses Zelt in den Dünen am Golf von Valencia. Mit dem Sturm von Vortag waren zwei Schiffe im niedrigen Wasser gestrandet und hatten sich schief in den aufkommenden Wind gestellt. Sie waren die Attraktion des Tages.

Die Fahrt ins Hotel dauerte nicht lange und man konnte entweder ausruhen oder einen Spaziergang in der Stadt machen. Leider waren die meisten Läden zu – Siestazeit.

Um uns von Valencia  zu verabschieden, trafen wir uns im Restaurant „Vertical“, dem höchstgelegenen Restaurant der Stadt, mit spektakulären Ausblick auf die Stadt. Während wir unseren Aperitif einnahmen, ging die Sonne unter. Es wurde ein richtiger Sundowner. Das nachfolgende Abendessen war hervorragend und niemand hatte es eilig ins Hotel zu kommen. Der Abschied nahte.

Sonntag, am 30. September traten wir die Heimreise an. In verschiedene Himmelsrichtungen und  in unterschiedliche Entfernungen, aber eins hatten wir gemeinsam: die Freude über vier ungetrübte Ferientage in Valencia.



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